Modul 1, Lektion 1
In Progress

Die Dativergänzung [Übersicht & Diskussion]

Sprechen wir nun also über den nächsten Kasus: den Dativ. Hier sehen die Artikel schon ganz anders aus als im Nominativ oder im Akkusativ:

definite Artikelindefinite ArtikelNegativ
maskulindemeinemkeinem
feminindereinerkeiner
neutrumdemeinemkeinem
Pluralden ~n– ~nkeinen ~n

Die Dativartikel sind also schon etwas besonders. Auch der Plural fällt auf, da sich die Endung des Nomens verändert. Das sieht dann so aus:

SingularPlural
dem Stiftden Stiften

Das passiert aus einem ganz simplen Grund. Den Artikel „den“ gibt es schon im Akkusativ. Dort lautet der Artikel für maskulin (Singular) auch so. Und das kann manchmal zu Problemen führen – besonders, wenn sich ein Nomen im Plural nicht verändert.

SingularPlural
Nominativder Computerdie Computer
Akkusativden Computerdie Computer
Dativdem Computerden Computern

Durch das zusätzliche ’n‘ hat man nun keine Probleme mehr, Dativ-Plural von Akkusativ-Singular zu unterscheiden. 🙂

Aber: Wofür benutzt man Dativ nun eigentlich? Auch dafür schauen wir uns einen kurzen Satz an:

0123Ende
Die Frauhilftdem Hund.

Man nennt die Dativergänzung oft das „direkte Objekt“, weil es als „Empfänger“ der Aktion agiert. Die Frau gibt dem Hund etwas –> die Hilfe. Der Hund ist der Empfänger – er steht im Dativ.

Dativverben können auch als passive Verben verstanden werden. So bedeuten beide folgenden Sätze das Selbe:

0123Ende
Ichmagden Hut.
Der Hutgefälltmir

Allerdings handelt es sich bei mögen um ein Akkusativverb. Das Verb gefallen verlangt aber nach dem Dativ.

Folgende Verben benötigen eine Dativergänzung:

danken / gefallen / schmecken / gratulieren / gehören / helfen / glauben / passieren / und weitere …

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